Einfuhr eines Hundes direkt aus Rumänien

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Die Bestimmungen haben sich verschärft für die Einfuhr von Hunden aus dem Ausland.

Jeder Endplatz oder Pflegestelle kann nur Hunde aus Rumänien erhalten, vorausgesetzt sie bekommen von ihrem Veterinäramt die Zulassungs- Nr. für die Traces. Jeder Hund kommt über die Traces unseres Vereins, nur wir sind kein Tierheim, deswegen werden die Hunde nicht an die Vereinsadresse ausgeladen, sondern bei den Pflegestellen. Die Pflegestellen müssen an zweiter Stelle in der Traces stehen, das bedeutet, die Adresse muss in der Traces zu finden sein, eingetragen sein, als Endplatz/Pflegestelle, nicht als Händler.

Bitte zuerst den Fragebogen aus zu füllen:http://helfe4pfoten.de/?page_id=297

danach wird eine Platzkontrolle nach Terminabsprache gemacht.

In der Zwischenzeit müssten alle Interessenten die direkt einen Hund aus Rumänien aufnehmen wollen, an Ihr zuständiges Veterinäramt einen Einschreibebrief mit Rückantwort schreiben, mit der Bitte der Validierung der Adresse in der Traces.

Nach veterinärrechtlicher Auffassung …Grundsätzlich ist beim Verbringen von Tieren der Bestimmungsort anzugeben.  Der Bestimmungsort ist der Ort an dem das Tier nach der Reise bleibt oder auch nur für kurze Zeit bleibt, z.B. über Nacht in einem Tierheim, einer Pflegestelle oder einer Sammelstelle. D.h. für das Tier ist vorerst die Reise zu Ende und der zuständige Amtstierarzt könnte dort, wenn auch nur für kurze Zeit, das Tier überprüfen. Wird das Tier bei einer Übergabestelle direkt von seinen neuen Tierhaltern abgeholt, so geht die Reise für das Tier unmittelbar weiter und der Ankunftsort ist die private Adresse des neuen Tierhalters. Der Amtstierarzt in dessen Zuständigkeit diese Übergabestelle liegt, hat keine Möglichkeit den Transport zu überprüfen. Somit erhält die Behörde über Traces in dessen Zuständigkeit die Wohnadresse der neuen Halter liegt hiervon Nachricht und kann eine Überprüfung dort vornehmen. Die Reise ist somit für den Hund erst bei seinem neuen Zuhause zu ende. Grundsätzlich kann man diese Wohnadresse der neuen Halter, in diesem Fall der Bestimmungsort, von Veterinärsseite auf „Gültig“ setzen (vorher wird die korrekte Anmeldung über das Einwohnermeldeamt geprüft), allerdings man macht dies nicht gerne, da eben nur 1 Tiertransport dorthin stattfindet und nicht jeder Transport von hiesiger Seite überprüft werden kann. Das Procedere hängt von den zuständigen Stellen ab und ist dort abzuklären bzw. zu besprechen. Wir sind bei der Stadt Fürth dazu übergegangen angegebene private Bestimmungsorte nach Überprüfung auf „Gültig“ zu setzen, auch wenn es hierbei um Privatpersonen und nur um einen einzigen Tiertransport handelt.

 

Wenn sie sich entscheiden, einen Hund aus dem Ausland in Pflege oder auf Endplatz zu nehmen, weil Sie einem armen Geschöpf helfen wollen, bitten wir Sie folgendes zu beachten:

Die Hunde können Eigenschaften, vorherige Verletzungen sowie Krankheiten haben, die auch uns nicht bekannt sind. Uns ist es nicht möglich, vor Ort in Rumänien zu testen wie die Hunde z. B. mit Kindern und Katzen umgehen. Verletzungen die sich die Hunde zugezogen haben, bevor sie in der Tötung/Tierheim gelandet sind, sind uns wenig bekannt. Viele Hunde sind in großen Rudeln von 30 bis 70 Tieren untergebracht. Es herrschen extreme Bedingungen in der Tötung/Tierheim, da die Hunde tagtäglich um ihr Futter kämpfen müssen. Wie sich ein Hund später in einem Haushalt entwickelt, kann man leider nicht voraussagen. Die meisten älteren Hunde, die bereits in einer Wohnung bei einer Familie gelebt haben, waren schon stubenrein, durch das Leben in Zwingern verlernen sie diese Stubenreinheit jedoch wieder.

Traces – was ist das?

Seit dem 07.05.2010 ist das Verbringen von Hunden aus dem Ausland nach Deutschland meldepflichtig (VO 388/2010 EG Abl L 114/3).

TRACES ist ein elektronisches Kontrollsystem und überwacht die Ein- und Ausfuhr von Tieren, die in den Handel kommen. Gesetzlich fallen auch Tierschutzvereine unter den Begriff „Handel“, auch wenn keine Gewinnabsicht vorliegt.

Es ist zudem ein europäisches, tierärztliches Informationssystem, bei dem die Veterinärämter aus dem In- und Ausland datentechnisch miteinander verknüpft sind.
Unser Verein hat eine Registriernummer von unserem zuständigen Veterinäramt erhalten, unter der die von uns vermittelten Tiere ausreisen dürfen.

Jeder Hund, der aus dem Ausland ausreist, wird vor der Ausreise vom zuständigen Amts-Veterinär-Tierarzt in Rumänien 1-2 Tage vor der Ausreise untersucht. Die EU-Ausweise/Impfungen werden kontrolliert, der Chip wird ausgelesen und mit dem Pass verglichen. Ebenso wird die Reisefähigkeit des Hundes festgestellt.

Der Amts-Veterinär-Tierarzt füllt dann die erforderliche Traces-Bescheinigung (die wir immer schon vorbereiten, um die Arbeit zu erleichtern) mit den Daten des Hundes sowie dem Ergebnis seiner Untersuchung aus. Außerdem wird die Art des Transports, die Dauer, der Ankunftsort und die Ankunftszeit sowie Daten der Endstelle bzw. Pflegestelle darin eingetragen. Dazu benötigt aber das zuständige Veterinäramt eine schriftliche Einverständniserklärung mit Unterschrift, dass die Adresse der Person die den Hund in Empfang nimmt, in die Traces eingetragen werden darf.

Vorher müssen wir das deutsche Veterinäramt, bei dem wir gemeldet sind, schriftlich über die Einfuhr informieren. Ebenso muss die Endstelle/Pflegestelle ihr zuständiges Veterinäramt schriftlich informieren und sich von dem Amt die Adresse bestätigen lassen, die dann als Endstelle/Pflegestelle in den Papieren steht (mit der Korrespondenz mit ihrem Veterinäramt helfen wir Ihnen selbstverständlich).

Diese vollständig ausgefüllten Daten in den elektronischen Traces Papiere werden dann vom rumänischen Amts-Veterinär-Tierarzt an unser zuständiges Veterinäramt (im Vorfeld – bevor jeder Hund ausreist) übermittelt. Dieses setzt sich wiederum mit dem Veterinäramt in Verbindung, in dessen Zuständigkeit die Endstelle bzw. die Pflegestelle liegt.

Alles ist transparent – es können jederzeit Kontrollen des Transportes (sei es bei den angegebenen Haltestellen auf dem Landweg oder bei Ankunft der Hunde) durchgeführt werden.

Nur wenn die vom rumänischen und hiesigen Veterinäramt eingereichten Unterlagen identisch sind, ist die Einfuhr des Hundes legal.
Eine Traces-Bescheinigung in Papierform liegt den Reiseunterlagen bei.
Diese muss in manchen Bundesländern bei der Meldung/Hundesteuer vorgelegt werden oder wird auch schon mal durch das zuständige Veterinäramt geprüft.
Die Einfuhr eines Tieres aus dem Ausland ohne diese Bescheinigung ist illegal.
Für Urlaubsreisende, die ihr eigenes Tier mitnehmen, gilt das natürlich nicht.

Wir empfehlen jeden, der sich mit der Adoption eines Hundes aus dem Ausland beschäftigt, sich einen seriös arbeitenden Verein zu suchen, welcher natürlich auch nach Traces arbeitet. Mit der Adoption eines Tieres von einem Händler bewirken sie, dass irgendwo im Ausland eine Hündin unter armseligen Umständen wieder einen Welpen zu Welt bringen muss und durch dessen Verkauf sich der skrupellose Händler bereichert.

Ebenso ist ein Transport des Tieres ohne Traces ein illegaler Tiertransport. Wir lesen soviel darüber in der Zeitung und schütteln nur den Kopf darüber. Doch es sind nicht nur die Händler, sondern auch manche Tierschutzvereine, die illegal Tiere aus dem Ausland nach Deutschland bringen (evtl. auch aus Unwissenheit). Sobald so ein illegaler Transport kontrolliert wird, werden die Tiere meinst beschlagnahmt und kommen in das nächstgelegene deutsche Tierheim, die meistens selbst schon überfüllt sind. Oder die Tiere werden wieder in das Land zurückgeschickt, woher sie gekommen sind.

Wir haben im Netz einen „Leitfaden für die Kontrolle von innergemeinschaftlichen Hunde- und Katzentransporten auf der Straße“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entdeckt. Für diejenigen, die sich über das Thema Tiertransporte sowie Traces weiter informieren möchten, können wir dieses Dokument wärmstens empfehlen:
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Heimtiere/LeitfadenKontrolleHundetransport.pdf?__blob=publicationFile

 

geprüfte-organisationSelbstverständlich verfügt unser Verein über die Erlaubnis des Landratsamtes Kelheim Wirbeltiere zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt in das Inland zu verbringen und zu vermitteln:
• §11 Abs. 1 Nr. 5, §21 Abs.4a, 5 TiersSchG i.V.m. §11 Abs 2, 2a, TieSchG
Verbringung der Hunde mit Traces: Die Fahrer haben die Erlaubnis gemäß Artikel 17 Absatz 2 Verordnung (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport (Tierschutztransportverordnung – TierSchTrV).

Hinweis:
Das Veterinäramt ist des Weiteren über unseren aktiven Pflegestellen informiert.
Das heißt: die Pflegestellen sind vom Amtsveterinär überprüft und für fähig befunden, die Hunde für uns bis zur Vermittlung zu versorgen.
Sollten Sie Interesse an einer Pflegestelle bei uns haben, unterstützen wir Sie selbstverständlich bei der Beantragung dieser Erlaubnis bei Ihrem Veterinäramt.

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