geprüfte-organisationErlaubnis des Landratsamtes Kelheim Wirbeltiere zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt in das Inland zu verbringen und zu vermitteln:

• 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5, §21 Abs.4a, 5 TiersSchG i.V.m. §11 Abs 2, 2a, TieSchG

Verbringung der Hunde mit Traces: Die Fahrer haben die Erlaubnis gemäß Artikel 17 Absatz 2 Verordnung (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport (Tierschutztransportverordnung – TierSchTrV).

 

Rechtliche Angaben

Vertretungsberechtigt: Frau Delia Sander (1.Vorsitzende)
USt.ID.nr. gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: Gemeinnützigkeit Finanzamt Landshut 132/109/00696

Spenden sind steuerlich absetzbar. Bescheinigung des Landratsamtes Kelheim zum Nachweis der Sachkunde gemäß (TierSchG) §11 Tierschutzgesetz Abs.1 Nr. 3 b und Abs.2 Nr.1und 2 sowie 2a, TierSchG
Registergericht: AG Regensburg Registernummer: VR 200551
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß TMG: Frau Delia Sander

 


Unser Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, den örtlichen Vögeln und Igeln zu helfen. Durch den Einsatz der Folien in der Landwirtschaft ist das Insektensterben sehr hoch, und die Wildvögel finden kaum noch was zum Fressen. Meisenknödel werden in der ganzen Gegend im Winter aufgehängt, im Sommer nur auf dem Vereinsgrundstück und dem Nebengrundstück. Wir sind auf Spenden angewiesen, denn das Vogel- und Igelfutter ist teuer.

Wir haben keinerlei Möglichkeiten, verletzte Wildvögel aufzunehmen, da wir nur unser eigenes Haus haben und Rentner sind. Wir haben kein Vereinsgebäude und keinerlei andere Flächen, wo wir Kleinwildtiere unterbringen könnten. Auch keine Helfer, die einspringen würden. Verletze Tiere bitte in die Tierklinik nach Kelheim bringen, Wildvögel nach Regenstauf, wo sie artgerecht untergebracht werden. Denn  junge Vögel brauchen Wärme, artgerechtes Futter, das in den Schnabel tief reingefüttert wird, jede halbe Stunde. Die erneute Verletzungsgefahr bei Jungvögeln während der ersten Flugversuche ist sehr hoch, deswegen brauchen diese Vögel einen geschützen Raum und Artgenossen, wo sie sich was abschauen können.

Durch die Rodung der landwirtschaftlichen Flächen und durch die Schnellstraßen kommen immer mehr Igel ums Leben. Jugendliche bringen verletze Igel zu uns oder unterernährte Igel, von 200 g, die den Winter nicht überleben würden. Alle Igel werden im Frühjahr wieder auf einem sicheren, wilden Grundstück ausgesetzt.

 

Geschützte Igel – Bundesnaturschutzgesetz
Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.

Der Umgang mit unseren Igeln wird durch das Bundesnaturschutzgesetz geregelt.
BNatSchG §39 – Allgemeiner Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen

Es ist verboten,

1. wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
2. wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
3. Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

BNatSchG §44 – Vorschriften für besonders geschützte Tierarten

Es ist verboten,

1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
4. wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören

HUNDE:

Wir haben seit Januar 2011 den Hunden aus dem städtischen Tierheim Bucov bei Ploiesti, in Rumänien, bis Juni 2017 geholfen. Seit Juli 2014 helfen wir auch den Hunden aus Cernavoda und Constanta. 2017, nach der Trennung von Bucov, helfen wir in Timisoara/Rumänien den Hunden. Wir retten Tiere aus Notlagen. Jede Woche werden Kastrationen gemacht. Wir haben einen Vertrag mit beiden Tierschutzorganisationen in Rumänien, der uns verpflichtet, Bilder der vermittelten Hunden nach Rumänien zu schicken. Wir suchen uns niemals die schönsten Hunde aus, um sie zu vermitteln, sondern versuchen den Hunden zu helfen, die keiner haben will, damit diese auch eine Chance auf artgerechte Haltung bekommen. Wir haben viele Hunde mit schweren Brüchen nach Deutschland gebracht, viele mit Krebs, sehr viele alte Hunde bis zu 12 Jahren.

Mit jedem Hundetransport schicken wir Futterspenden nach Rumänien. Decken und Körbe werden für das Tierheim nicht verwendet, da diese den Hunden, aufgrund des hohen Vorkommens von Schlamm nicht gegeben werden können. Die Hunde würden sich um diese Plätze beißen. Decken sind innerhalb von einigen Stunden feucht aufgrund der Luftfeuchtigkeit und nutzen keinem Hund etwas.

Im Jahre 2011 waren in Bucov ca. 600 bis 700 Hunde, die in katastrophalen Zuständen leben mussten. Die Hundehütten marode, die Hunde lebten in ihren Hinterlassenschaften, standen fast immer im Schlamm. Die Zwinger werden bis heute nicht gereinigt. Was die Fliegen im Sommer nicht abtragen können, verwandelt sich in Schlamm aus Kot. Das Futter wird meistens über die hohen Zäune in die Zwinger reingeworfen und landet im Dreck. Daraus müssen sich die Hunde die Brocken rausfischen. Es ist offensichtlich, dass alle Hunde verwurmt sind. Alle Hunde haben Flöhe, im Sommer Zecken, manche kratzen sich blutig. Es ist Stress für jeden Hund, dort leben zu müssen. Der ständige Lärmpegel der bellenden Hunde, immer auf der Lauer sein zu müssen, das juckende Fell, alles macht die Hunde müde. Jeder Hund, der da rauskommt, braucht Wochen der Erholung. Die Hunde vegetieren dahin, haben wenig Wasser, wenig Futter, keinerlei Tierarztbehandlung, keinen Schatten im Sommer, kein Dach über dem Kopf im Winter, alles unter freiem Himmel. Im Winter sind Temperaturen von -20 bis -29°C keine Seltenheit, und bei Schneeverwehungen sterben die Hunde erstickt in den 2 m Schneemassen in ihren Plastikrohren, denn wenige haben eine Hundehütte. Das ganze Jahr sind Flöhe, die Krankheiten übertragen, die Hunde sterben an Staupe, Parvovirhose, Borreliose, Babesiose, Anaplasma, Lungenentzündung, usw…
Im Sommer kommen die Zecken dazu, die Wespen und Bienen, die sich in die Rohre einnisten, und die Millionen Fliegen dazu. Die Geräuschkulisse beim ständigen Bellen lässt keinen Hund zur Ruhe kommen, kein Hund kann ruhig schlafen, alle sind auf der Lauer, ob in den Zwingern mit 150 Hunden nicht einer kommt, der ihnen den Platz streitig macht. Die Hunde sind am Ende ihrer Kraft. Dazu die Hundefänger, die ihnen immer Fußtritte verpassen oder sie erschießen.

Heute sind es ca. 1800 Hunde, die dort leben müssen, weil jeden Tag die Angestellten des Tierheimes ca. 20 Hunde von der Straße einsammeln und ins Tierheim bringen. Die Hunde werden wahllos in die Zwinger gesteckt, ob kleine Hunde zu großen Hunden kommen, ob sie reingeworfen werden oder an den Ohren oder Bein reingezerrt werden, ist den Leuten dort egal. Wie ein Sack, werden die Hunde in die Zwinger geworfen. Durch die Neuankömmlinge kann es durchaus Kämpfe geben, denn es geht um das Überleben. Das Futter reicht nie aus, der stärkere Hund setzt sich durch im Rudel und wenn er, satt ist, dürfen die anderen auch fressen. Manche Hunde kommen gar nicht zum Futter, sie werden immer dünner, bis sie eines Tages sterben. Die Betreiber des Tierheimes haben kein Herz für diese Hunde. Die Angestellten sind gleichzeitig die Hundefänger. Alle Hunde fürchten die Männer, die dort angestellt sind. Viele Hunde flüchten, sobald eine Tür geöffnet wird, viele Hunde verschwinden, werden nicht mehr gefunden.

Schutz vor Wind, Regen, Schnee und Sonne gibt es kaum. Nicht alle Hunde haben Hundehütten, viele leben in einem halben Rohr aus Kunststoff, das auf der nassen Erde liegt. Wenn es regnet, ist der Boden im Rohr auch durchnässt, es gibt keinen trockenen Platz für die Hunde. Wir hatten im vergangenen Jahr Spenden für Hundehütten bekommen, und für 6000 € wurden Hundehütten gekauft. Es reicht bei weitem nicht. Der Winter ist sehr hart am Fuße der Carpaten, nicht selten liegt da 1 Meter Schnee, und die Temperaturen sinken bis -25°C. Ohne ausreichendes Futter können die Hunde den Winter nicht überleben. Im Sommer haben die Hunde zu wenig Wasser. Nicht, weil es an Wasser mangelt, sondern das Wasser muss zu den Hunden getragen werden. Bei 1800 Hunden ist das sehr viel Arbeit, alle Hunde zu versorgen.

Unser Ziel ist es, diesen Hunden vor Ort zu helfen, so weit unsere finanziellen Mitteln ausreichen als kleiner Verein. Und so vielen Hunden, wie möglich, aus brutalen Verhältnissen in den Tierheimen Rumäniens, ein gutes Zuhause zu vermitteln. Verstärkt aus dem Tierheim Cernavoda, wie auch dem Tierheim aus Timisoara. Wir helfen sowohl mit Geld für die Kastrationen, als auch mit Geld- und Futterspenden aus Deutschland, um die Hunde in Not zu versorgen, um deren Behandlungen und OPs zu bezahlen. Mit jedem Hundetransport schicken wir Futterspenden für die Hunde aus Bucov.

Für die Menschheit bedeutet ein geretteter Hund nicht das Leben, aber für den Hund bedeutet die Rettung ein neues Leben!!

Unsere Reisen in verschiedene Tierheime in Rumänien haben uns veranlasst, diesen Hunden zu helfen. Es sind wahrhaft sehr traurige Geschichten der Tiere, die dort ihr Leben fristen. Wir sind pausenlos im Einsatz für die Tiere, die in Rumänien jeden Augenblick ihr Leben verlieren können. Wir versuchen einigen Tieren zu helfen, indem wir sie in Deutschland vermitteln. Mit dem Geld aus den Vermittlungen werden die Hunde in Rumänien kastriert, um ein Vermehren der Hunde dort zu vermeiden. Unsere Hunde werden von den rumänischen Behörden gesundheitlich überprüft, und es gab bisher keinen einzigen Fall von Leishmaniose. Die Hunde, die wir vermitteln, sind alle als verträgliche, soziale Hunde von der Tierschützerin in Rumänien eingestuft worden. Wie sich jedoch diese Hunde in einem Haushalt entwickeln, hängt immer auch von der Familie ab. Bitte helft uns dabei, diesen Tieren eine Chance auf ein artgerechtes Leben zu geben. Denn die Hunde bekommen in Bucov Gammelfleisch und Knochen. Der Kampf zwischen den Hunden, um einen Knochen zu bekommen, führt meistens zu tödlichen Verletzungen.

Wir versuchen mit dem Veterinäramt und der Tierheimleitung in Rumänien, eine vernünftige Lösung der Problematik im Tierheim zu finden. Unsere Reisen in verschiedene Tierheime in Rumänien sind ohne Reiseberichte geblieben, da niemand aus unserem kleinen Verein die Zeit hat, diese traurigen Geschichten ins Internet zu setzen. Wir sind pausenlos im Einsatz für die Tiere, die in Rumänien in jedem Augenblick ihr Leben verlieren können.

Geld- Spenden direkt nach Rumänien:

Animal Care Team Timisoara ING BANK Timisoara
Spende Rettung der Hunde aus der Toetung Brad
BAN: RO28INGB0000999903452443
BIC: INGBROBUXXX

Impressionen der Tierschutz-Reise im August 2018 nach Rumänien

Die Fahrt fängt mit unserem eigenen Hundetransport an, unsere seit Jahren bekannten Fahrer.

Wir fuhren 2 Nächte durch und immer wieder hielten wir an um Hunde, die noch am Straßenrand zu sehen waren, zu füttern.
Es waren jedoch nur noch wenige Straßenhunde unterwegs. Die meisten wurden bereits eingefangen und getötet. Nur die sehr scheuen, die sich nicht einfangen lassen, haben überlebt. Manche dieser Hunde waren verletzt und humpelten. Auch ein paar tote Hunde lagen am Straßenrand. Jedoch deutlich weniger als in den vergangen Jahren.
Nach insgesamt 24 Stunden reiner Fahrzeit erreichten wir Bukarest und ich konnte dort freundlicherweise bei einem der Fahrer übernachten.

Am nächsten Morgen wurde ich privat von Andreea abgeholt. Es ging weiter zu der nur 200 km entfernten Stadt Cernavoda . Doch die Fahrt auf den überfüllten Straßen von Bukarest nach Cernavoda dauerte Stunden, da auch in Rumänien Urlaubszeit war und alle an das Schwarze Meer zum Baden wollten.
Nur wir hatten ein ganz anderes Ziel: das private Tierheim des Vereins „Safe the Dogs“.

Mein erster Eindruck des privaten Tierheimes des Vereines Save the Dogs: ein Paradies mitten im Niemandsland. Alles ist sehr sauber und gepflegt.

Zuerst stechen gleich die hunderte Esel und die 260 Pferde ins Auge, die dort im Freien grasen. Die meisten dieser Tiere wurden blutüberströmt von den Besitzern frei gekauft, da sie in einem lebensbedrohenden Zustand waren. Bei Safe the Dogs haben sie Zuflucht gefunden und werden nachts in einem Stall untergebracht. Ich sah auch ein 2 Wochen altes abgemagertes Fohlen, das einfach in einem Straßengraben entsorgt wurde. Bei Save the Dogs wird das Fohlen jetzt mit der Flasche aufgezogen und eine Tierärztin kümmert sich um das Tier. Das Fohlen hat bereits zu der Tierärztin ein so gutes Verhältnis aufgebaut, dass diese jetzt als Mutterersatz dient.

Auf dem Gelände leben auch hunderte von Katzen die gefüttert und ärztlich versorgt werden.
Die Katzen können von ihrem Freigehege über eine Katzenklappen ins Gebäude.

Doch der Hauptgrund meiner Reise waren die Hunde!
Die gesunden Vierbeiner haben alle eine Hundehütte. Sie leben im Freien unter einer Überdachung. In einem Zwinger sind nur etwa 10 Hunde untergebracht, da zu viele Hunde in einem Zwinger Beissereien auslösen würden.

Die kranken Hunde sind in der vor einem knappen Jahr fertiggestellten Tierklinik in kleinen Räumen von ca. 1 ½ qm untergebracht. Um die Räume zu reinigen wurden an den Böden Gullis angebracht. Im Sommer ist es jedoch unerträglich heiß in den Zimmern.
Zwar sind die Fenster gekippt doch trotzdem plagt den kranken Hunden die Hitze und die lästigen Fliegen, die trotz angebrachten Fliegengitter irgendwie in die Räume gelangen.
Im Winter wird es zudem kalt. Jedoch fallen die Temperaturen nie unter dem Gefrierpunkt. Die Hunde haben keinen Auslauf ins Freie. Sie sind in den Zimmern eingesperrt, da die meisten ansteckende Krankheiten haben.

Die ausreisebereiten Hunde sind in nur 10 kleinen Räume mit kleinen Auslauf untergebracht. Diese Hunde sind gut sozialisiert und werden mit Katzen auf Verträglichkeit geprüft. Seit einem Jahr werden sie von den Pflegern kurz Gassi geführt (täglich ca. 10 Minuten), damit sie sich an die Leine und das Brustgeschirr gewöhnen. Das erleichtert die Vermittlung sehr.

Die nicht ausreisebereiten Hunde, die in den anderen Zwingern leben, werden nie Gassi geführt, da hierzu das Personal und die Zeit fehlt.

Ich finde es überwältigend, was in den letzten Jahren von dem Verein geleistet wurde.
Safe the Dogs hat in dem Tierheim ca. 60 Angestellte, Tierärzte, Pfleger und Putzpersonal. Monatlich benötigt man 7000 Euro um für die Kosten aufzukommen. Hierzu zählen die Personalkosten, die Futterkosten für die Tierheimtiere sowie für die Straßenhunde in der Umgebung sowie für Medikamente, die für die Behandlung der kranken Tiere benötigt werden.

In der letzten Zeit wurden von dem Tierheim Medgidia, das aufgelöst werden musste, ca. 650 Hunde übernommen. Leider viel zu viele Hunde für den vorhandenen Platz. Viele davon sind nicht vermittelbar, da sie nicht sozialisiert sind. Mit den Hunden, die man als vermittelbar hält, wird aber „gearbeitet“ und trainiert.

In den nächsten Tagen ging es mit dem Auto (leider ohne Klimaanlage) von Save the Dogs zur Fütterung der Straßenhunde. Der Verein füttert regelmäßig (ca. 2 – 3 mal die Woche) die Streuner. Die meisten Hunde bleiben jedoch im sicheren Abstand zu uns. Sie haben Angst. Aber nur durch diese Angst konnten sie überleben. In der letzten Zeit haben Hundefänger liebe und zutrauliche Hunde von den Straßen eingefangen. Auch die Hunde von Zigeunern wurden von den Hundefängen mitgenommen, mit der Zusage, dass diese in das Tierheim von Save the Dogs gebracht werden. Jedoch wurden alle Hunde in die Tötung gebracht und niemand hatte das Geld um all diese Hunde dort rauszuholen. Sie wurden alle getötet.

Zur Zeit meines Aufenthaltes in Cernavoda waren die Tötungen in der Umgebung geschlossen.
Ebenso war die Türkische Schweinepest ausgebrochen und alle Schweine wurden von den Veterinären getötet.

Im Jahr 2017 wurde von dem neuen Bürgermeister der Stadt Medgidia und Cernavoda der Vertrag mit dem Tierschutzverein Safe the Dogs gekündigt. Stattdessen haben die beiden Städte einen Vertrag mit der Tötung „Live Green Recycling“ in Constanta abgeschlossen. Damit wurde Save the Dogs auch das Recht entzogen streunende Hunde zu kastrieren und aufzunehmen oder nach der Kastration wieder auszusetzen. Trotzdem lässt sich der Verein nicht einschüchtern und kastriert weiterhin die Hunde. Sie leisten Überzeugungsarbeit/Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung und bieten kostenlos Kastrationen an. Jeden Monat werden die Hunde der Einheimischen kastriert, die ihr Einverständnis dazu geben. Die meisten Menschen wollen jedoch die Hunde nicht kastrieren lassen und die Hunde vermehren sich unkontrolliert.

Die Kastrationen kosten trotzdem 30,00 Euro pro Hund. Diese Kosten beinhalten nur das Narkosemittel und die OP-Fäden. Auch im September und Oktober führt Safe the Dogs wieder Kastrationen durch, obwohl leider die eingegangenen Spenden unserer Spender dafür nicht ausreichen.

Meine Tage in Rumänien begannen früh morgens. Ich wurde freundlicherweise von dem Auto von Safe the Dogs vom Hotel abgeholt und zum Tierheim gefahren. Der Verein holt mit diesem Auto sogar die Angestellten ab, die kein eigenes Auto haben.
Am Abend, bei Einbruch der Dunkelheit und Eintreffen des Nachtwächters um ca. 20.30 Uhr wurde ich wieder ins Hotel zurückgebracht.

Durch die lange Anwesenheit im Tierheim konnte ich ein paar Hunde näher kennenlernen und filmen. Für diese anhängen und lieben Hunde suchen wir nun geeignete Plätze:

Sogar einige Hunde, die in den kleinen Räumen untergebracht waren, konnte ich trotz der großen Hitze von über 30°C selbst Gassi führen.
Die letzten 3 Hunde konnte ich in den Auslauf bringen. Dieser Auslauf diente auch für die Videoaufnahmen. Das war eine totale Ausnahme, da in dem Auslauf nur Hunde reindürfen, die gesund sind und keine anderen Hunde anstecken können.

Ich habe auch ein paar Menschen getroffen, die einige Straßenhunde selbst versorgen. Der Verein Safe the Dogs unterstützt diese Menschen mit der Kastration der Hunde.

Dennoch gibt es immer noch viele Straßenhunde, wie z.B. den großen alten Rüden der Räude hat und sich nicht einfangen lässt, denen man nicht helfen kann. Das Betäuben ist gefährlich, da der Hund bei der großen Hitze dann irgendwo zusammenbrechen kann und überfahren werden könnte.

Die Tierschutzarbeit von Safe the Dogs ist beeindruckend. Was da in den letzten Jahren aufgebaut wurde, hat Vorzeigefunktion für ganz Rumänien.

Auch in dem Tierheim von Save the Dogs ist noch nicht alles fertig:
Das Tierheim ist z.B. noch nicht eingezäumt. Als ich dort war ist leider ein Hund entlaufen.
Die Quarantäneräume für die Hunde müssen noch gefliest werden. Aber für Handwerker ist kein Geld vorhanden, sodass es die Angestellten aus der Versorgungstruppe selber machen, weshalb es natürlich sehr langsam vorangeht.
Bei einem provisorisch angelegten Zimmer haben sich einige Hunde rausgebissen und sind entflohen.

Die Tierklinik selbst ist nicht aus Stein gebaut sondern in containerbauweise aufgestellt worden. Deswegen sind die Temperaturen im Gebäude im Sommer unerträglich heiß und im Winter ist es kalt.

Es fehlt auch ein Röntgengerät. Jeder Hund muss auf den holprigen Straßen nach Bukarest gefahren werden. Die Hin- und Rückfahrt nach Bukarest nimmt einen ganzen Tag in Anspruch – von den Schmerzen, die die Hunde mit Frakturen haben müssen ganz abgesehen.

Fazit:
Die Woche in Rumänien war sehr anstrengen. Doch ich durfte mich von der vorbildlichen Arbeit des Vereines Vorort selbst überzeugen.
Auch durfte ich sehr viele liebe Hunde kennenlernen, die ich natürlich am liebsten gleich alle mitnehmen wollte.
Doch leider geht das nicht so einfach.
Wir suchen deswegen für diese Hunde zuverlässige Pflegefamilien oder gleich ein liebevolles Zuhause.
Zum Abschluss meiner Rumänienreise gönnte ich mir auch noch etwas: ein Direktflug nach München, der für mich – nach all diesen Strapazen – erholsam war.

Wie ihr wisst, haben am 29.01.2014 unsere Helfer von Helfe4Pfoten e.V. und der Firma TCL (Truck Center Langenfeld) die Motoren gestartet, und den Blick fest darauf gerichtet, den Hunden in Rumänien den katastrophalen Winter ein wenig erträglicher zu machen. Dank eurer unglaublichen Spendenbereitschaft, war es möglich 3 Shelter anzufahren. Das staatliche Shelter Bucov in Ploesti hat sich riesig über diese Hilfe gefreut. Wieder einmal konnten wir alle gemeinsam beweisen, was möglich ist, und was man erreichen kann mit viel Liebe im Herzen und einem unglaublichen Zusammenhalt. Dank an all die lieben Menschen, die gespendet haben, an den Verein Helfe4Pfoten e.V. mit seinen Helfern, an das Truck Center Langenfeld und nicht zuletzt an die 7 Menschen, die an ihre Grenzen gegangen sind, um zu helfen, die den Schneemassen getrotzt und den Schlafmangel hingenommen haben. Heute sind sie, begleitet von unseren Gebeten, alle wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen. Im Gepäck haben sie nicht nur die Gewissheit, etwas wirklich Gutes getan zu haben, sondern auch 67 Seelen, denen der Start in ein neues Leben ermöglicht wurde! 67 Hunde dürften sich auf ein schönes Leben freuen, auf ein Leben voller Liebe, auf ein Leben, das viele neue Erfahrungen für sie bereithält. Ein Leben ohne Qualen, ohne Gewalt und ohne Hunger. Ein Leben in Sicherheit!

Jeder tierliebe Mensch der mithelfen möchte ist herzlichst willkommen diesen ärmsten der armen Hunde aus Rumänien zu helfen. Jede noch so kleine Hilfe wird einem Hund zum Überleben helfen. Fragen Sie uns bitte an.

Zum Kontaktformular

 

Leider ist es nicht immer möglich, alle Tiere, die aus dem Ausland kommen, im Vorfeld zu vermitteln. Für diese Tiere suchen wir deshalb zuverlässige Pflegefamilien, bei denen sie bis zur endgültigen Vermittlung bleiben dürfen. Als Pflegefamilie übernehmen Sie die Verantwortung für das Tier, so, als wäre es ihr eigenes. Sie sollten finanziell in der Lage sein, für die Futterkosten und Fahrtkosten (zur Abholung, zum Tierarzt, usw…) aufzukommen. Sämtliche notwendige Tierarztkosten werden von uns übernommen, sofern sie vorher mit uns abgesprochen werden. Einzige Ausnahme ist, wenn das Leben des Tieres in Gefahr ist. Danach müssen Sie uns sofort ohne Verzögerung informieren.

Für unsere Pflegestellen besteht eine Personen- und Sachschädenversicherung bei der Uelzener Versicherung bis zum Datum 22.07.2020.
Vers. -Schein Nr. 0829084-242-HAF/002 Decksumme 15 Millionen Euro pauschal für Personen-Sach-und Vermögensschäden.

Alle Hunde sind bei ihrer Ankunft in Deutschland nach den gültigen EU-Vorschriften geimpft, gechipt, zum Teil kastriert und von einem autorisierten Tierarzt untersucht und für gesund erklärt worden.

Die Tiere bleiben bis zur endgültigen Vermittlung das Eigentum von „Helfe4Pfoten“. Wir werden uns um schnelle Vermittlung bemühen, wobei nicht die Pflegestelle, sondern wir für die Vermittlung zuständig sind. Es ist allerdings sehr hilfreich, wenn die Pflegefamilie uns bei der Suche nach einer tierlieben Endstelle unterstützt.

Bitte überlegen Sie im Vorfeld sehr gut, ob Sie ein Pflegetier bei Ihnen aufnehmen möchten, denn es kann sein, dass ein Hund auch einige Monate, oder noch länger bei Ihnen bleiben muß. Besonders bei älteren Tieren ist dies der Fall.

Diese Hunde haben ihr bisheriges Leben in der Regel nicht in einer liebevollen Familie verbracht. Daher können sie sehr ängstlich, durcheinander, verstört, usw. sein, können, müssen aber nicht stubenrein sein. Die Hunde brauchen deshalb Menschen mit viel Geduld und Liebe, die weder strafen, noch Gewalt anwenden, sondern mit Güte und Liebe dem Hund wieder das Vertrauen zum Menschen zurückgeben. Solch ein „resozialisierter“ Hund wird es Ihnen mit unendlicher Liebe und Anhänglichkeit danken.

Wenn Sie sich jetzt entscheiden, ein Tier in Pflege zu nehmen, dann füllen Sie bitte das Pflegestellenformblatt aus und senden es uns zu. Mit dem Ausfüllen und Absenden des Fragebogens erklären Sie sich mit unserer Datenschutzklausel einverstanden.