Einsicht einer lieben Tierschützerin:

Die meisten rumänischen Straßenhunde sind über viele Generationen – mindestens seit 1980 also über 35 Jahre lang – quasi verwildert aufgewachsen. Kennen kein normales Zusammenleben mit Menschen, keine Wohnung, keinen Leinenauslauf. Normalerweise behält man solche Hunde mindestens 2 – 4 Wochen zu Hause, auch im Garten an der Leine sonst flüchten sie. Das ist ganz normal. Und das ist bei Pflegeplätzen die man nicht kennt, immer problematisch weil die Menschen sich die Verhältnisse, aus denen die Hunde kommen, nicht vorstellen können.

Vorteile einer Pflegestelle unseres Vereins:

Sie dürfen sich den Hund aussuchen;
Die Tierarztkosten werden bezahlt;
Sie sind versichert mit dem Pflegehund über den Verein; Versichert sind Schäden außerhalb des Hauses, z.B. Verkehrsunfall durch einen Hund verursacht.

Für unsere Pflegestellen besteht eine Personen- und Sachschäden- Versicherung bei der Uelzener Versicherung bis zum Datum 22.07.2020.

Vers. -Schein Nr. 0829084-242-HAF/002 Decksumme 15 Millionen Euro pauschal für Personen-Sach-und Vermögensschäden.

Täglich Ansprechpartner von 8 Uhr bis 22 Uhr, falls Fragen zu beantworten sind.

Wir suchen für unsere Hunde:

Wir suchen zuverlässige Menschen, die unseren Hunden für einen begrenzten Zeitraum eine liebevolle und verantwortungsvolle Pflegestelle bieten und sich bis zur endgültigen Vermittlung um die Hunde kümmern. Die Pflegestelle sollte einen eigenen Pkw besitzen oder sich einen Pkw leihen um den Hund abzuholen. Wir haben in den letzten Jahren alle Hunde auf eigene Kosten durch ganz Deutschland zu ihren Pflegestellen transportiert. Da wir ein kleiner Verein sind, ist uns dies leider finanziell nicht mehr möglich. Wir haben in Rumänien nicht die Möglichkeit, das Verhalten der Hunde im Umgang mit Kleinkindern oder Katzen zu testen, deshalb sollten sich im Haushalt der Pflegestelle möglichst keine oder nicht mehrere Kleinkinder oder Katzen befinden. Aus Erfahrung der letzten Jahre waren dies häufig Gründe, warum die Pflegestelle noch vor der Vermittlung des Hundes abgesprungen ist und wir sehr kurzfristig neue Lösungen finden mussten. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten, die Hunde werden hin- und hergeschoben und andere Notfälle in Rumänien haben keine Chance auf einen Platz in Deutschland und sterben, da wir die Pflegestelle verlieren. Das wollen wir vermeiden. Aus diesen Gründen geben wir momentan keine Hunde mehr an Menschen ohne Auto oder mit mehreren Kleinkindern oder Katzen.

Anmerkung für neue Pflegestellen:

Wir bitten die Pflegestellen die Transportkosten des Hundes im Voraus zu bezahlen. Die 120 € Transportkosten gehen bei der Vermittlung des Hundes an die Pflegestelle zurück, das heißt die Pflegestelle zieht die 120 € von der Vermittlungsgebühr ab.
Will die Pflegestelle den Hund behalten, so sind dann nur noch 170 € zu bezahlen und der Hund gehört der Pflegestelle.

Um zu vermeiden dass Hunde bestellt werden und nicht abgeholt werden, wird KEIN HUND bestellt, bevor die 120 € nicht auf dem Vereinskonto drauf sind. Sollte die Pflegestelle sich im letzten Augenblick entscheiden den Hund im Stich zu lassen, so sind die 120 € weg, sie bleiben beim Verein, denn der Verein hat die Arbeit schnell einen neuen Platz zu suchen, hat die Transportkosten und die Briefe an alle beteiligten Veterinärämter zu senden. Im Normalfall, laut Veterinärämter muss der Hund wieder zurück nach Rumänien und wieder eine neue Traces ausgestellt werden auf eine neue Adresse. Das kostet den Verein alleine an Transportkosten 240 + 120 € das sind 360 €!!!

Unser Verein hat den Grundsatz dass alle Pflegestellen die schriftliche Erlaubnis der Vermieter her zeigen müssen, bei einer Vermittlung der Hunde. Pflegestellen MÜSSEN sich für den Pflegehund entscheiden BEVOR Anfragen kommen, nicht nachdem Interessenten da sind.

Eigentümer haben den Vorrang bei einer Vermittlung, weil Mieter können jederzeit ihre Wohnung und ihren Garten verlieren, Eigentümer nicht. Unser Verein gibt Leuten mit Eigentum immer den Vorrang, auch Menschen die immer Zeit für den Hund haben, die haben den Vorrang bei einer Vermittlung.

Neuerung im Jahre 2016: Pflegestellen müssen vom zuständigen Veterinäramt die Erlaubnis erhalten, Hunde aus dem Ausland auf nehmen zu dürfen. Jede Pflegestelle sollte vom Veterinäramt validiert sein in der Traces.

Ruhepausen der Hunde:

Hunde brauchen tagsüber insgesamt 5 Stunden Ruhepausen zwischen den Gassi-Gängen, wo sie ganz entspannt liegen können und sich erholen können. Nur damit hat man einen ausgeglichenen Hund.

Sonstige Tipps:

Manche Hunde haben eine lange, kräftige Rute und sie wedeln sehr intensiv, freuen sich immer wenn sie einen Menschen sehen und wedeln. Dabei kann diese Rute auch mal am Bein weh tun. Ein starkes Wedeln kann sogar eine kleines Kind umwerfen, oder zumindest weh tun. Dazu kommt es noch, das Kleinkinder oft was essen. Weil sie klein sind, kommt der Hund immer an die Hand der Kinder. Da die Hunde Hunger leiden mussten, werden sie jede Gelegenheit nutzen, um an was fressbares zu kommen. Außerdem können Hunde Menschen aus Freude anspringen, wie eine Begrüßung. Das kann leicht ein Kind dabei umwerfen und das Kind weint, oder es kann sich auch verletzen. Das kann man sehr leicht beheben, indem man dem Hund schnell den Rücken zudreht und energisch NEIN sagt. Die meisten Menschen lachen dabei, sie fühlen sich geschmeichelt weil der Hund sie liebt. Einem Hund kann man das nie klar machen, wann er anspringen darf und wann nicht. Wenn der Hund dreckige Pfoten hat und er springt einen Menschen an, mag sein dass die Hundebesitzer ihre Jeans waschen, aber fremde Menschen sind davon gar nicht begeistert.

Hunde aus deutschen Haushalten, die KEINE Treppen kennen sind alle miteinander überfordert mit einer neuen Situation und ängstlich. Wenn man Hundeverständnis hat, dann kann man gut damit umgehen und die Hunde in die Richtung bringen, in der man sie haben will. Das setzt Kenntnis der Körpersprache der Hunde voraus. Große Vereine nehmen auch nur Pflegestellen die den Sachkundenachweis haben und mit Hunden umgehen können. JEDER neue Hund ist ein Unbekannter! Hunde haben auch Ängste wie wir Menschen. Auch ein Mensch braucht 2 Wochen wenn er irgendwohin hin fährt, in ein fremdes Land und absolut nichts versteht von der Sprache und den Bräuchen dort. Diese Zeit muss ein Hund auch bekommen, damit ein Hund lernt wie er sich angleichen soll an die neuen Menschen. Hunde sind fast nie stubenrein, man muss die ersten Tage 8 bis 10 Mal mit den Hunden raus gehen. Wenn man bedenkt wie lange ein Menschenbaby braucht um sauber zu werden sind die paar Tage die ein Hund braucht um sauber zu werden, schon sehr angenehm. Das sind alles Sachen die eine Pflegestelle beachten muss und noch viel, viel mehr. Wir informieren unsere Pflegestellen in stundenlangen Gesprächen wie sie sich den Hunden gegenüber verhalten sollen. Wenn sich die Pflegestellen an unsere Ratschläge halten, dann geht alles gut, sonst gibt es mit den Hunden meistens Ärger. Wenn es gar nicht geht, dann nehmen wir den Hund zurück. Das ist aber mit Zeit, mit Kosten (Spritkosten) verbunden. Keinem Hund tut es gut, oft den Platz zu wechseln. Eins vorab: zögerliche Menschen sind für KEINEN Hund gut. Hundebesitzer müssen selbstbewusst sein, den Hunden Sicherheit geben, jedem Hund vermitteln können, dass dem Hund NICHTS passieren kann, sobald der Hund auf die KLAREN Kommandos des Frauchens / Herrchens hört.

Kleinkinder sind für den Hund nur Spielkameraden, keine Rudelsführer. Wenn ein Kleinkind einen Hund am Ohr zieht oder an der Rute, so ist es normal dass der Hund dem Kind zeigt, das es ihm nicht gefällt. Wir geben nur Hunde in Familien wo die Kinder schon standfest sind, nicht umfallen können und verstehen was die Eltern sagen.

Jeder Hund, ob klein oder groß, ob Welpe oder alter Hund, braucht klare Regeln, klare Befehle. Wenn ein Hund sich nicht daran hält, dann muss man das dem Hund auch zeigen, das es nicht richtig ist. Ein strenges NEIN reicht meistens. Belohnung ist mitunter das wichtigste, wenn man Hunde erziehen will.

Wir Menschen leben auch nach den Gesetzen die in unsere Zivilisation eingeführt wurden.

Ohne Gesetze könnten wir auch nicht leben. Jeder der sich dem Gesetz widersetzt wird bestraft. So ist es auch im Hunderudel. Jeder Hund der sich dem Rudelsführer widersetzt, der wird bestraft. Es sind sehr strenge Regeln im Hunderudel die zu beachten sind. Diese Regeln muss der Mensch auch beachten, damit das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch harmonisch verlaufen kann, ohne Spannungen. Jeder Anfang ist schwer.

Wenn Sie die Patenschaft für einen Hund übernehmen möchten, bitte hier klicken.

Spende button  Bitte den Namen des Hundes angeben. Danke.

Anmerkungen für NEUE Pflegestellen:

Pflegestelle sein bedeutet, den Hund so zu behandeln als wäre es der eigene Vierbeiner. Sie sollten eine Menge Geduld, Kenntnis, Tierliebe, Verantwortungsbewusstsein und natürlich Zeit aufbringen können. Große Vereine nehmen oft nur Pflegestellen, die einen Sachkundenachweis vorweisen können und mit Hunden umgehen können.

Bitte denken Sie immer daran, dass der Hund dem Sie eine Pflegestelle bieten vorher auf der Straße Rumäniens oder in einem der überfüllten Tierheime/Tötungsstationen gelebt hat. Diese Hunde kommen meist ängstlich und verunsichert in der Pflegestelle an und kennen das Leben in der Wohnung/Haus nicht. Es kann passieren, dass der Hund den Mülleimer durchwühlt um etwas Essbares zu finden oder versucht, Möbel und Teppiche anzuknabbern. Auch die Grundkommandos kennen diese Hunde in der Regel nicht. Sie bekommen sozusagen einen „großen Welpen“.

Kleinkinder: Kleinkinder sind für den Hund nur Spielkameraden aber keinesfalls Rudelführer. Zieht ein Kleinkind dem Hund am Ohr oder an der Rute ist es völlig normal, dass der Hund z. B. durch Knurren zeigt, dass ihm das nicht gefällt. Auch ist es schnell passiert, dass der Hund Kleinkinder einfach umrennt. Große Hunde haben meist eine lange, kräftige Rute und wedeln sehr intensiv wenn sie sich freuen. Dabei kann diese Rute am Bein eines Erwachsenen schon sehr weh tun. Bedenken Sie, dass bei Kleinkindern die Rute schnell im Gesicht landen kann. Ein starkes Wedeln kann ein Kleinkind auch umwerfen. Dazu kommt noch, dass Kleinkinder oft im Laufen oder stehen essen. Da sie noch klein sind, kommt der Hund schnell an die Hände der Kinder. Hunde, die Hunger leiden mussten, werden jede Gelegenheit nutzen, um an etwas Fressbares zu kommen. Bitte lassen Sie Ihre Kinder NIEMALS unbeaufsichtigt mit einem Hund.

Wir geben daher nur Hunde an Familien, deren Kinder schon standfest sind und verstehen wenn die Eltern sagen, Du darfst dem Hund nicht an Ohren, Rute etc. ziehen.

Katzen:Wir haben in Rumänien leider keine Möglichkeit die Hunde auf Katzenverträglickeit zu testen. Daher sollten sich im Haushalt der Pflegestelle möglichst keine Katzen befinden. Hintergrund ist, dass in der letzten Zeit, unsere Pflegestellen noch vor der Vermittlung des Hundes abgesprungen sind weil es Ärger mit Hund und Katze gab. Das ist sehr ärgerlich, zeit- und kostenaufwendig. Außerdem tut es dem Hund nicht besonders gut, wenn er hin- und hergeschoben wird.

Pkw: Die Pflegestelle sollte möglichst einen Pkw besitzen oder sich einen Pkw leihen können um den Hund abzuholen und auch ggf. zum Tierarzt fahren zu können. In den letzten Jahren haben wir ALLE Hunde zu den jeweiligen Pflegestellen in ganz Deutschlang gefahren, dies ist uns leider finanziell nicht mehr möglich da wir ein sehr kleiner Verein mit wenigen Mitgliedern sind.

Natürlich stehen wir Ihnen bis zur endgültigen Vermittlung des Hundes, jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung.

Vorab einige Tipps:

Eingewöhnungszeit: Hunde haben Ängste, ebenso wie wir Menschen. Jeder Mensch braucht in neuen Situationen eine gewisse Eingewöhnungszeit, (z.B. 2 Wochen) wenn er z. B. in ein fremdes Land reist, die Sprache nicht beherrscht, die Bräuche des Landes nicht kennt etc. Diese Zeit benötigt auch ein Hund. Bitte geben Sie dem Hund diese Eingewöhnungszeit und Sie werden sehen, er lernt schon sehr bald, wie er sich an seine neuen Menschen anpassen soll.

Stubenreinheit: Egal ob ein Hund vom Züchter oder aus dem Tierschutz, Hunde sind fast nie stubenrein. Die ersten Tage sollten Sie damit rechnen, dass der Hund gute 8 bis 10 Mal am Tag raus muss um sich zu erleichtern. Befolgen Sie jedoch einige Ratschläge, wird der Hund in einigen Tagen stubenrein sein.

Treppen steigen: Hunde aus dem Tierschutz und auch Welpen vom Züchter (Welpen bitte die ersten 6. Monate keine Treppen steigen lassen) kennen keine Treppen. Sie haben bisher nicht gelernt, wie man Treppen rauf oder runter steigt und sind oft überfordert und ängstlich in solch einer neuen Situation. Seien Sie auch hier geduldig und bedrängen Sie den Hund nicht. Mit ein wenig Hundeverständnis und Kenntnis der Körpersprache des Hundes, bringen Sie ihn sanft auf den richtigen Weg.

Anspringen: Oft springen Hunde die Menschen aus Freude, zur Begrüßung an. Kinder können dabei sehr leicht umgeworfen werden und sich verletzen. Dieses Verhalten können Sie leicht korrigieren, indem Sie dem Hund schnell den Rücken zudrehen und energisch „NEIN“ sagen. Leider lachen die meisten Menschen und fühlen sich geschmeichelt weil der Hund sie so liebevoll und voller Freude begrüßt. Fremde Menschen können diese Begrüßung jedoch als Gefahr ansehen oder sind sehr schnell verärgert, wenn der fremde Hund ihnen mit seinen dreckigen Pfoten die teure Jeans beschmutzt. Man kann einem Hund nicht klarmachen, dass er nur bestimmte Menschen anspringen darf und andere nicht. Daher sollten Sie ihm von Anfang an beibringen KEINE Menschen anzuspringen. Das erspart Ihnen eine Menge unangenehmer Situationen und Ärger.

Dies sind alles Sachen die eine Pflegestelle beachten muss und noch viel, viel mehr. Wir informieren unsere Pflegestellen in stundenlangen Gesprächen wie sie sich den Hunden gegenüber verhalten sollen. Halten sich die Pflegestellen an unsere Ratschläge, gibt es erfahrungsgemäß wenig Probleme, befolgen die Pflegestellen jedoch nicht die Ratschläge, gibt es meistens Probleme und der Hund muss weg. Natürlich nehmen wir den Hund zurück aber bitte bedenken Sie, dass es keinem Hund gut tut, wenn er oft den Platz wechseln muss. Außerdem ist das suchen einer neuen Pflegestelle mit viel Zeit und Kosten (Spritkosten) verbunden, die wir sicher anderweitig einsetzten könnten.

Eins vorab: Hundebesitzer müssen selbstbewusst sein um dem Hund Sicherheit geben und ihm vermitteln können, dass ihm NICHTS passiert, solange er auf die KLAREN Kommandos des Frauchens/ Herrchens hört.

Jeder Hund, ob klein oder groß, ob Welpe oder Senior braucht klare Regeln und klare Befehle damit das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch harmonisch verläuft. Wir Menschen leben auch nach den Gesetzen die in unsere Zivilisation eingeführt wurden, so ist es auch im Hunderudel. Wenn der Hund sich falsch verhält, müssen Sie ihm dies sofort und ohne zögern vermitteln. Ein strenges „NEIN“ reicht auch hier meistens. Die Belohnung ist  das wichtigste Hilfsmittel in der Hundeerziehung.

Es sind sehr strenge Regeln im Hunderudel die zu beachten sind. Diese Regeln muss der Mensch auch beachten, damit das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch harmonisch verlaufen kann, ohne Spannungen. Jeder Anfang ist schwer.